Ein Friedhof für den wachsenden Industriestandort
Die Entwicklung Oberschöneweides zu einem Standort von Kabelwerk, Kraftwerk und Lampenfabrik ließ die Gemeinde rasch wachsen. 1902 begann die Anlage des von der Familie Rathenau gestifteten Friedhofs. Mit der Beisetzung des Försters Witte wurde er 1903 eingeweiht.
Architektur und Erbbegräbnisse
Max Stutterheim entwarf Kapelle und Verwaltungsgebäude. Die neugotische Kapelle aus Backstein entstand 1903/04. Das Familiengrab Rathenau geht auf Alfred Messel zurück. Entlang der historischen Erbbegräbnisreihe zeigen Grabmäler von 1903 bis 1930, wie eng der Ort mit Unternehmern und Baumeistern Oberschöneweides verbunden ist.
Erweiterungen und heutiger Charakter
Die Denkmaldatenbank nennt Erweiterungen von 1908 und 1920. 1995 wurde die Gesamtanlage in die Berliner Denkmalliste aufgenommen. Neben den historischen Grabmälern gehören die Gedenkbereiche der Weltkriege und ein später eingerichteter Naturbereich zum Friedhof.
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